Montag, der 14.09.2009
Das Frühstück hat nicht geklappt...
...ich war heute morgen einfach zu verschlafen. Erst wurde mir ein Osaft vor die Nase gestellt, dann kam die obligatorische Frage nach dem gewünschten Heissgetränk, ich nuschel ein "hot schokolate" und dann kam natürlich das wichtigste:
was wollen sie frühstücken?
Englisches Frühstück? und dann beging die gute Frau den Fehler mir aufzuzählen, was den dabei sei, und bei Beans hat mein Hirn kurzgeschalten, irgendetwas unverständliches genuschelt und dann bekam ich ein intercontinental breakfast.
Das bedeutet im Klartext: ich darf mir eine kleine Cornflakespackung meiner Wahl aus dem Regal nehmen, bekomme ein kleines Gestell mit halbierten Toastscheiben an meinen Tisch gestellt (ich will das morgen zeichnen), dazu steht Butter und Marmelade (Himbeer und Orange) bereit und als ich dachte, das passt schon so, bekam ich noch ein kleines aber leckeres Crossin neben meinen Teller gestellt.
Eigentlich wollte mir meine Tischnachbarin noch erklären, warum ich 2 Messer neben meinem Teller liegen habe, wurde aber unterbrochen und hat danach den Faden leider nicht mehr aufgenommen -.-
Das English Breakfast ist hiermit auf morgen verschoben.
Was wir heute gemacht haben?
Wir haben unsere Studentenausweise abgeholt (hey, wir haben es geschafft Passfotos machen zu lassen), jetzt können wir günstig ins Kino und Theater gehen, Klammotten einkaufen und ermässigt in die wenigen Ausstellunge, die etwas kosten. Museum für umsonst, wird in dieser Stadt echt grossgeschrieben, was ich mal ne super Sache finde, in München muss man immer warten bis Sonntag ist und selbst dann kann man sich nicht ganz sicher sein, dass keine Umkosten auf einen zukommen.
Wir haben das Abenteuer BUSFAHRT heute mal wieder auf uns genommen. Nachdem wir ja wissen wollten, wie wir von der Uni nach Hause kommen (also in die Wohnung, wenn wir sie denn Ende der Woche kriegen, aber davon geh ich schwer aus!), sind wir mit dem Bus von der Uni nach Arnos Grove gefahren und haben dort unsere Fahrkarte neu aufgeladen.
Kurzer Ausflug in das Londoner Verkehrsystem (Tube=U/S-bahn und Bus):
Wir haben uns eine Oysterkarte zugelegt, das ist ein Stückplastik, das wir an allen Tubestationen mit Geld aufladen können. Beim Betreten und Verlassen der Station muss man sie über einen Scanner ziehen und bekommt automatisch den richtigen Betrag abgezogen. Im Bus macht man das nur beim Einsteigen. Je nach dem, wie voll der Bus ist und wie der Busfahrer drauf ist, reagiert er, wenn die Karte leer oder zu wenig Geld drauf hat, oder auch nicht.
Zurück zur BUSFAHRT:
Auf der Hinfahrt hatte sich der Busfahrer nicht geschert, als das Kartenlesegerät piepte (ein klares Anzeichen dafür, das zuwenig Geld auf der Oyster ist), auf der Rückfahrt hatte unserer Fahrer Zeit und Muse und Max musst nachzahlen (okey, JETZT wissen wir Kleingeld ist ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens!! Her mit dem Kleingeld!).
Bis ArnosGrove war also alles noch gut, wir sind eine Station zu früh ausgestiegen, haben verwirrt die richtige Station zur Weiterfahrt gesucht. Das ist hier echt vertrackt, nur weil man in eine bestimmte Richtung fahren will, heisst das nicht, das der Bus in die Richtung losfährt und evtl fährt er auch nicht HIER, sondern um die Ecke in der Parallelstrasse oder noch weiter weg. Soweit so gut, wir haben also beschlossen, wir gehen mal vor zu der Tubestation, laden dort unsere Karten auf und fahren von dort aus weiter, schliesslich, sagt uns der Plan im Bushäuschen, dass DORT der gewählte Bus in die RICHTIGE RICHTUNG fährt. Gesagt getan, ich habe einen kleinen Italienischen Laden entdeckt, der auf alle Fälle Nudeln und ital. Wurst verkauft. Das ist toll, er liegt auf dem Uniheimweg!!
Der Bus kam, fuhr los... und dann wurde es spannend, im Hochtempo durch kleine enge Strassen auf denen beide Seiten Autos parken + Gegenverkehr und das alles für unsere Augen in die FLASCHE RICHTUNG. Dieser Bus hatte 2 Teilabschnitte, in denen er auf Zuruf hielt, was ich eigentlich eine ganz gute Idee finde, weil in diesen Strassen sowieso kein Platz für eine Haltestelle wäre.
Der von uns gewählte Bus fuhr tatsächlich an der Station vor der Wohnung vorbei, wir haben jetzt also die Busnummern und die ungefähre Zeit für unseren Uniweg.
Danach füllte sich der kleine Bus (KEIN DOPPELDECKER und der einzige Ausgang ist die Türe vorne beim Fahrer!) mit vielen kleinen Schülerinnen von 2 unterschiedlichen Schulen, was man hier ganz gut an der Uniform fest machen kann.
Das tolle am Busfahren ist, man sieht extrem viel von der Stadt und viele verschiedene Menschen...bloss bis man von A nach B gekommen ist, vergeht mit unter schon mal eine Stunde oder auch etwas mehr. Doch sollte man wirklich Zeit haben, sollte man das schon mal machen, vor allem natürlich mit den Doppeldeckern oben in erster Reihe. Die Fahrweise der Busfahrer sei hier noch mal betont ist bei besagtem Sitzplatz etwas gewöhnungsbedürftig und benötigt manchmal starke Nerven. Wenn die Verkehrsinsel und der Fahrradfahrer plötzlich verschwinden kann einem schon mulmig werden.
Die erste Woche London ist rum!
Unglaublich, aber wahr!
Heute haben wir es geschafft den Campen Market zu besuchen. Die riesen Shoppingmeile für Klammotten, Tattowierungen, Taschen, Tinneff und Essen.
Jedes Mal, wenn wir dort sind, wird es grösser. Aber zu unserem Entsetzen ist unsere liebste Kleiderhändlerin verschwunden.
Heute gibt es mal 2-3 Bilder für euch zum kucken^^
einen schönen Abend