Donnerstag 29/10/2009
Back to blocherer - ein gelungener Überraschungsbesuch
Kaum betrete ich den fünften Stock läuft mir der Chef über den Weg. Erkundigt sich über mein Wohlbefinden und was ich denn so treibe. Ich erkundige mich über sein Wohlbefinden und frage nach Frau Azzilonna. Während wir auf der Suche nach der Dozentin in den 6ten Stock wechseln erzähle ich ihm, dass ich seid September an der MDX in London studiere. Er ist doch sehr überrascht - es hat ihm also keiner erzählt. Danke das ich das selber machen durfte, es hat mir den Tag versüsst.
Mit den Worten: "Frau Azzilonna, schauen sie mal, wer uns besucht!", übergibt er mich in die Obhut seiner Leitenden Dozentin im Bereich Kommunikations Design und verabschiedet sich. Neben Frau Azzilonna ist auch auch Herr Reitz zu gegen und beide sind ausser sich vor Freude über meinen überraschenden Besuch. Sie stellen viele gute Fragen und weisen gleich das Abschlusssemester auf meine Anwesenheit und mein Studium in London hin.
Bitte bombadieren Sie Ravna mit Fragen!!
Dann folgte ein langes Gespräch mit der Frau Dozentin - es war Mittagspause - sie hatte viel Zeit nur für mich :)
Der heutige Aufenthalt an der blocherer war gut und wichtig. Er hat unglaublich gut getan! Vielen Dank noch mal, dass Sie sich soviel Zeit für mich genommen haben! (ich weiß, Sie lesen hier mit^^)
Die blocherer hat sich verändert. Kommt man in den 6ten Stock ist der erste Gedanke, wenn man vor der Glastüre steht: WAND! Der zweite, WIE kein Zutritt mehr zur Terrasse? Dann geht man durch die Türe, wendet sich nach rechts, dann geht es links um die Ecke und geht direkt auf den Container zu. Dann kommt die Erleichterung: AH durch den Container kommt man doch raus. blocherer ohne Terrasse, das ginge gar nicht!! In oberen Stockwerk ist also eine Agentur (ob Werbung oder Graphik - habe ich gar nicht nachgefragt) eingezogen und hat gleich eigene Wände mitgebracht. Die blocherer hat oben noch zwei Räume und ihren Container, es ist also nicht das ganze obere Stockwerk verloren gegangen, wie schon gemunkelt wurde. Die Räumliche Aufteilung ist hübsch gelöst und mir wurde versichert, das Zusammenleben mit der Agentur in den Nebenräumen laufe reibungslos.
Und jetzt kommt das, WESWEGEN ich eigentlich hier bin:
(wenn ihr den Zahnarztaufenthalt hasst, dann lest das hier lieber nicht - es ist nicht zu detailiert, aber trotzdem unschön, lasst Euch gesagt sein, meine Aufenthalt hier ist berechtigt und ich habe heute gelitten und es ist noch nicht ausgestanden)
Jetzt bin ich beim Zahnarzt, habe mir grade hier noch die Zähne geputzt, dass hatte ich zu Hause doch glatt vergessen (Zeitplanung in München gleich Null). Chefarzt und Arzthelferinnen unterhalten sich über Bücher-Vorlieben. In den Büchern die die eine liest, muss Minimum eine Leiche vorkommen, was man alles erfährt, wenn man einfach nur im Wartezimmer sitzt und zuhört.
Natürlich habe ich erst Hunger bekommen, als ich meinen Fuss in die Praxis gesetzt habe. Seid zwei Jahren spielen wir dieses Spiel. Ich habe keinen Hunger, überhaupt keinen - bin ich dann beim Zahnarzt knurrt der Magen.
Mein Arzt scheint in der Mittagspause verloren gegangen zu sein. Die Damen versuchen ihn zu erreichen, so wie das klingt. Scheinbar hat er auch eine neue Handynummer. Ich finde das alles äussert amüsant, Hauptsache er taucht heute noch auf. Und dann kam er auch schon zwar mit etwas Verspätung, aber er war da - und ich hatte schon Angst ich vertue mich in der Zeit.
Stunden später - ich sitze im Bus. Der ruckelt zwar auch, aber nicht so schlimm wie in England, dafür drängen die Menschen hier so auf den Bus und stellen sich nicht, wie in England brav an. Das finde ich schön in London, jeder wartet bis er einsteigen kann, es gibt fast nie Gedränge (ausser der Bus ist wirklich richtig spät dran und die Engländer sind entnervt).
Dieser Zahn ist der Untergang. Der Zahn ist schlicht weg im Eimer, er hat sich selber untergraben und hat die Wurzel gefunden, noch nicht schlimm, aber ich spüre ihn jetzt noch (Stunden später - ich sitze inzwischen im Bett und tippe geschriebenen Text ab). Die Betäubung hat inzwischen ganz nachgelassen und der Schmerz kommt durch. Die Betäubung hat zwar während der Behandlung fast gar nichts gebracht - was ziemlich heftig war - dafür hat sie im Nachhinein den Schmerz den restlichen Tag ausgeblendet. Ich hoffe ich kann schlafen. Ich bin soooooo froh, dass ich hier bin und das Gespräch mit dem Arzt in deutsch führen darf. Morgen Mittag bekomme ich eine Wurzelbehandlung - nein DER ZAHN KRIEGT SIE, ich muss nur leiden.
Dafür lohnt sich der Flug immer mehr! Aber den Zahn werde ich bei der nächsten grossen Reise lieber zu Hause lassen, da ist er besser aufgehoben!