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Das neuste Abenteuer

Mittwoch 28/10/2009

Da sitzen wir nun, ich, mein Gepäck und mein selbstzerstörerischer Zahn. Der Zahn ist schuld, dass ich hier sitze und mich schon wieder in ein neues Abenteuer begebe. Mit dem Zug nach Stansted. Alleine. Einchecken - durch die Security und jetzt? Jetzt sitze auf einer Bank mit blauen Sitzen - blicke immer wieder zur Anzeigentafel und warte darauf, dass mein Flieger endlich ein Gate zugeteilt bekommt. Boarding ist in einer dreiviertel Stunde und ich schreibe meine Gedanken in ein Heft, dass ich soeben extra dafür gekauft habe, weil der Akku meines Labtops nur für ca. 20 Minuten hälst - aller höchstens. Es lohnt sich also nicht ihn dafür rauszuholen.

Ich lasse Max alleine in unserer Wohnung und in der grossen Stadt zurück. Fliege in die Heimat, um morgen meinen Zahnarzt zu beehren.

Sicherheitskontrollen am Flughafen finde ich inzwischen fast spassig, es gibt immer was zu sehen und zu erleben. Ich bin aber irgendwie sehr allein mit diesem Spass - schade eigentlich. Wenn die Menschen doch bloss alle etwas aufgeschlossener wären, könnte man in der Sicherheitskontrolle und vor allem in der Schlange davor echt viel Freude haben, neue Menschen kennen lernen und interessante Gespräche führen, aber die Menschen sind verschlossen und bleiben für sich.

Wenn ich in München ankomme habe ich bestimmt totalen Hunger. Ich habe noch nicht viel gegessen - aber der dumpfe Schmerz des Zahnes dämpft momentan den Wunsch nach Nahrung.

Vielleicht sollte ich doch noch eine Paraceta nehmen, wer weiß, was die Höhenmeter mir antuen werden. Sicher ist sicher!

Gleich sollte die Tafel ein Gate anzeigen, damit ich hier nicht mehr so untätig rumsitzen muss. Wo ich schreibe ist mir egal. In einer Stunde geht mein Flug.

Grade kommen zwei Polizisten mit MG's vor der Brust vorbei, dass ist schon seltsam. Auf wen wollen sie damit im Fall des Falles schiessen? Auf Zivilisten?

Es ist inzwischen kurz nach 5 und ich sitze in meinem Gate.

Man sollte ja glauben, Flughafen ist gleich Flughafen und das kenne ich ja alles schon. Was soll schon passieren und dann ging das Abenteuer weiter.

Flug EZY3417 startet von Gate11, ich folge der Beschilderung und lande in einem Zugabteil. Zwei Abteile hintereinander fahren los, haben in verschiedenen Sprachen Ansagen mit dem Hinweis bitte das richtige Gate zu wählen und KEINEN FAHRER. Ein bisschen mulmig wurde mir da eben grade schon. Der Zug ohne Führerhaus oder Lok fährt durch einen dunklen Tunnel. Ich bin also in der Zukunft gelandet - automatische Geräte, die ihren Dienst alleine tun, nur weil ein Computer, an dem auch kein Mensch sitzt, es ihnen sagt.

Wo kommen eigentlich ständig diese Italiener her? Kaum bewege ich mich von A nach B tauchen neue auf. Muss ich mich jetzt verfolgt fühlen? Aber es sind immer wieder andere. Seltsam.

Ich stieg also bei Gate A1-19 aus, lief zwei Rolltreppen hoch, ging zu Gate 11 und war die erste. Selten einen so ausgestorbenen Flughafenterminal gesehen. Leider habe ich keinen Kamera dabei, um das Abenteuer Stansted Airport zu dokumentieren. Draussen ist es inzwischen stockdunkel und durch das Fenster leuchten mir die vielen Lichter des Flughafens entgegen.

Noch steht kein Flugzeug bereit, aber vielleicht müssen wir ja auch noch auf's Rollefeld rausfahren. Mich würde heute nichts mehr überraschen auf diesem Flughafen.

Noch eine Woche und ich bin zwei Monate in der UK. Heute ist Mittwoch - am Samstag werde ich zurück sein. Ich bin gerne in dieser Stadt, auch wenn sie mich teilweise echt überfordert. Und viel zu viel bietet. Seid über einem Monat will ich ins Theater bzw. ins Musical. War immer noch nicht in all den Museen, die ich mir ansehen möchte. Und ständig passiert irgendwo in London irgendetwas, immer habe ich das Gefühl ich verpasse mehr, als ich mir ansehen kann.

Und wenn dieses Kind nicht bald die Aufmerksamkeit seiner Mutter bekommt, gehe ich rüber, werde es finden und ihm - ENTSCHULDIGUNG - den Mund stopfen. Es hat jetzt das 50zigste Mal MAMA gesagt und es NERVT!!

Wir haben einen kurzen Weg über das Rollfeld zurückgelegt, zu Fuss wohlgemerkt! Und nun sitzen ich, der Zahn und das Paracetamol, das durch mein Blut dümpelt, am Fenster - links - und beide Plätze neben mir sind leer. Auf der anderen Seite sitzt eine fünf-köpfige Familie mit aufgedrehten Kindern.

So eben hat die Stewardess darum geben, dass sich doch bitte zwei Fluggäste auf die leeren Plätze an den Sicherheitsausgängen setzen mögen, da diese besetzt seine müssen. Das ist mir auch noch nie passiert.

Gleich bin ich einer dieser leuchtenden, blickenden Punkte, die wir Nachts am Himmel sehen, wenn wir auf dem Balkon stehen. Und davon gibt es viel.

Ob der iPod wohl die Board-Elektronik stört, wenn ich Nine Inch Nails höre?

Deutschland ist eine grosse dunkle Masse mit vielen kleinen Lichtflecken die lustige Motive bilden. Leider waren sowohl Brüssel (ja ich weiß das gehört Belgien nicht uns) und Frankfurt auf der anderen Seite des Flugzeuges, ich sitze immer auf der falschen Seite.

Landung erfolgte pünktlichst in München, ich habe sogar den ersten der beiden Busse erwischt. War unter den ersten an der Passkontrolle und habe kein weiteres Gepäck, auf das ich warten müsste. Nur mein Vater ist noch auf der Autobahn. Ich stelle mich jetzt raus und atme bayrische Luft.
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R
<br /> thx - wenn auch nur für kurz und mit unschönem Grund (aus einfachem Füllung Nachbasteln wurde Wurzelbehandlung) - leider ist die Zeit zu kurz, sonst würde ich Dich besuchen kommen und ausserdem ist<br /> Mr Cooper (du weißt, das coole rote Auto) dieses Wochenende mit meinem Vater unterwegs und so für mich nicht benutzbar.<br /> <br /> <br />
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M
<br /> welcome back<br /> <br /> <br />
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