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Gestaltungs(t)räume

Mittwoch 04/11/2009

Ich bin gut wieder in London angekommen. Der Flug hatte Turbulenzen und kam dadurch 20 Minuten zu früh an. Ich hatte das zwar immer etwas anderes im Kopf (Turbulenzen = Verspätung), aber gerne komme ich mal zu früh an. Dafür hat es dann ziemlich lange gedauert, bis wir standen und aussteigen konnten. Eine Engländerin, die schon im Gang stand, meinte, dass frühe Ankommen würde ja gleich wieder ausgeglichen.

Nachdem ich geschwärmt hatte, wie toll das Wetter in London ist, hatte es erstmal beschlossen mich vom Gegenteil zu überzeugen. Doch jetzt scheint wieder die Sonne...ich kann nicht sehen, dass England NUR nass und grau ist. Aber das ist wahrscheinlich der Klimawandel.

Diese Woche ist EVENT WEEK (auch wenn so richtig viele Events nicht statt finden - dafür fällt der Unterricht aus).
Gestern hatten wir drei Vorträge von Designer.

Paul Felton
von Purpose
hat uns die Agentur vorgestellt, ist auf einige Projekte näher eingegangen und hat viele schöne Ideen gezeigt.

Joe Russell
der bei Marc&Anna arbeitet,
hat mehr von seinen persönlichen Erfahrungen berichtet. Er selber ist erst seid ein paar Jahren mit seinem Studium fertig, hat Praktika gemacht und ist letztendlich bei Marc&Anna hängen geblieben.

Harry Pearce, der inzwischen bei Pentagram arbeitet,
war der interessanteste. Er hat von seinem Leben erzählt, von der Suche nach dem Sinn seiner Arbeit, von Menschen, die ihn beeinflusst haben und seinen Träumen - immer im Zusammenhang mit seiner Arbeit.

Es war ein sehr persönlicher Vortrag.
Und ich wurde wieder einmal mehr darin bestärkt, dass es keine Zufälle gibt und Träume doch etwas bedeuten.
Ich bin noch in die Stadt reingefahren. Habe Skizzenbücher und Pappe besorgen und auf dem Weg zurück zum Bus habe ich einen kleinen Abstecher in den Buchladen gemacht, der auf dem Weg lag. Im oberen Stockwerk habe ich dann genau DAS Buch gefunden, von dem Harry Pearce am Ende seines Vortrages noch erzählt hatte. Als hätte es auf mich gewartet, stand es dort zwischen den anderen Büchern.

Picturing and poeting von Alan Fletcher. Alan Fletcher ist einer der Gründer von Pentagram. Ich habe das Buch dann mitnehmen müssen. Es enthält unglaubliche viele tolle Ideen und man wird sich wieder bewusst, wie wenig es braucht, um gute Gestaltung zu machen.

Heute Nachmittag kucken wir den Film "The age of stupid" in der Uni, mal sehen, ob wir davon auch so überzeugt sein werden.

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